Über die Rasse ...

Der Gordon Setter ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse

(FCI-Gruppe 7)


Ursprung und Einsatz des Gordon Setters
Diese Setter existierten in Großbritannien schon um 1700.
Den heutigen Standard begründete im 18. Jahrhundert der Duke of Richmond and Gordon.
Seinen heutigen Einsatz findet der Gordon Setter überwiegend als Jagd- / Vorsteh- und Begleithund.
Vorstehhunde suchen das Feld erhobenen Hauptes mit der Nase im Wind systematisch ab, bis sie das Wild aufgespürt haben. Dies zeigen sie ihrem Führer dann durch ausdrucksvolles, festes Vorstehen an. Dieser schließt zu seinem Hund auf, damit jener nachziehen kann.

 

Auf Grund seines freundlichen Wesens eignet sich der Gordon Setter auch als Familien- und Begleithund. Durch seinen starken Bewegungsdrang braucht er aber viel Auslauf, eine konsequente Erziehung und einen festen Bezug zu seiner Familie.

Man muss sich aber bewusst sein, dass der Gordon einen ausgeprägten Jagdinstinkt besitzt, und man daher nicht, wie mit manch anderen Hunderassen, gemütlich Gassigehen kann.

 

Jeder Goron Setter  hat seine Eigenheiten und sein eigenes Wesen. Dennoch gibt es Eigenschaften die einen typischen Vertreter der Rasse kennzeichnen; gleichwohl diese bei jedem einzelnen unterschiedlich stark ausgeprägt sein können.

Der Gordon Setter ist sanft und gutmütig, intelligent und leistungsfähig. Er ist anhänglich, anschmiegsam und menschen-bezogen  Er besitzt eine große Anpassungsfähigkeit, ist in der Regel kinderfreundlich und im Haus ruhig und ausgeglichen. Sein Auftreten ist würdevoll, von vornehmer Gelassenheit und souverän.

Es gehört zum Wesen eines Setters auch negative Erlebnisse gut zu verarbeiten und nicht jeden Fehler gleich zu quittieren.

 

Standard Nr 6 20.06.1988 / D

STANDARD - GORDON - SETTER

 

Ursprungsland : Großbritannien

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD
eleganter Hund, mit den Konturen eines Vollblüters. Sein Körperbau ist ausgewogen und mit dem eines leistungsfähigen Jagdpferdes vergleichbar. Vollkommen harmonische Proportionen.

 

CHARAKTERISTIKA
intelligent, leistungsfähig, von vornehmer Gelassenheit.

 

WESEN
mutig, offen, freundlich und ausgeglichen

 

KOPF UND SCHÄDEL
Kopf eher tief als breit, Schädel breiter als der Fang, mit erkennbarem Raum für das Gehirn. Schädel leicht gerundet, am breitesten zwischen den Behängen. Ausgeprägter: Stop. Länge vom Hinterhauptbein zum Stop größer als vom Stop bis zur Nase. Unterhalb und oberhalb der Augen trocken. Die Wangenpartien gerade so schmal zueinander, wie es einem trockenen Kopf entspricht. Fang lang, mit fast parallelen Linien, weder aufgeworfen noch schwach und spitz zulaufend. Lefzen nicht pendelnd, jedoch deutlich ausgeprägten. Nase groß, breit und schwarz, Nasenlöcher weit geöffnet, Fang nicht ganz so tief, wie lang.

 

AUGEN
dunkelbraun, ausdrucksvoll. Weder zu tief liegend noch hervortretend, genügend tief unter den Brauen, ihr Ausdruck ist entschlossen, Intelligent.

 

BEHANG
mittelgroß und dünn. Tief angesetzt und dicht am Kopf anliegend.

 

GEBISS
kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

 

HALS
lang, trocken, gebogen, ohne lose Kehlhaut.

 

VORHAND
lange Schulterblätter, die gut und schräg zurückliegen. Schulterblattknochen breit und flach, am Widerrist geschlossen. Schultern nicht überladen. Ellenbogen gut unterstellt und dicht am Rumpf anliegend. Vorderläufe mit flachen Knochen, gerade und kräftig. Aufrechter Vordermittelfuß.

 

GEBÄUDE
mäßig lang, Sternum tief, Rippen gut gewölbt. Gut aufgerippt, Lendenpartie breit und leicht geschwungen. Brust nicht zu breit.

 

HINTERHAND
zwischen Hüfte und Sprunggelenk lang, breit und muskulös. Abstand vom Sprunggelenk bis zu den Ballen kurz und gerade. Kräftiger Hintermittelfuß. Kniegelenke gut gewinkelt. Lage des Beckenknochen tendiert zur waagerechten.

 

PFOTEN
oval, geschlossen, mit gut aufgeknöchelten Zehen; zwischen den Zehen üppig behaart. Gut gepolsterte Zehen und Ballen.

 

RUTE
gerade oder leicht säbelförmig, nicht über die Sprunggelenke hinabreichend. Waagerecht oder unterhalb der Rückenlinie getragen. Am Ansatz kräftig, zu einer feinen Spitze auslaufend. Die Befederung bzw. die Fahne beginnt In der Nähe des Rutenansatzes, ist lang und gerade und nimmt zur Spitze hin gleichmäßig ab.

 

GANGART / BEWEGUNG
gleichmässiger, freier und korrekter Bewegungsablauf mit sehr viel Schub.

 

HAARKLEID
am Kopf, an den Vorderseiten der Läufe und an den Spitzen des Behangs kurz und fein, mäßig lang; glatt, ohne Locken oder Wellung an allen anderen Körperteilen. Die Befederung am oberen Bereich des Behangs ist lang und seidig, an den Rückenseiten der Läufe lang, fein, glatt und gerade, die Fransen am Bauch können sich bis zur Brust und zum Hals hin fortsetzen und ist dabei so wenig wie möglich gelockt oder gewellt.

 

FARBE
tiefglänzendes Kohlschwarz, ohne Rostschimmer, mit Kastanienrotem, d.h. leuchtendem Brand. Schwarze Strichelung (pencil markings) auf den Zehen und ein schwarzer Strich unter dem Unterkiefer erlaubt. "BRAND" zwei deutlich erkennbare Punkte über den Augen, die nicht größer als knapp 2 cm im Durchmesser sein dürfen. An den Seiten des Fanges nicht über den Nasenansatz hinausreichend, ähnlich einem Streifen von einer Seite zur anderen um das klar abgegrenzte Fangende. Ebenfalls an der Kehle und als zwei große, deutlich abgegrenzte Flecken an der Brust. An den Innenseiten der Hinterläufe, Oberschenkel, an der Vorderseite des Kniegelenks hinablaufend und sich von den Sprunggelenken zu den Zehen nach außen verbreiternd. Hinten an den Vorderläufen bis zum Ellenbogen auf der Vorderseite bis zum Vorderfußwurzelgelenk oder etwas darüber; rund um das Waidloch. Ein sehr kleiner weißer Brustfleck ist gestattet. Keine andere Farbe ist erlaubt.

 

GRÖSSE: Schulterhöhe Rüden 66 cm / Hündinnen 62 cm

 

FEHLER
jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

ANMERKUNG
Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.

Mitglied im VDH / FCI

Verein für P&S LG Rheinland

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© Marlena Deininger